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Zivilcourage bedeutet „sozialer Mut“ oder auch Beherztheit. Genau dies braucht es, um bei Konflikten aktiv einzugreifen und Hilfe zu leisten.

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Zivilcourage & Du

Zivilcourage zu haben bedeutet, den Mut aufzubringen, bei Konflikten oder Gewalt nicht nur zuzuschauen oder aus Angst sogar wegzuschauen, sondern aktiv einzugreifen. Neben Mut bedeutet Zivilcourage auch „Beherztheit“. Wenn du für deine Überzeugung öffentlich eintrittst, hat dies also auch etwas mit dem Herzen zu tun.

Jede Gesellschaft braucht Zivilcourage und somit die Bereitschaft, sich für wichtige Werte wie Gerechtigkeit und Menschenwürde einzusetzen, wenn diese missachtet oder gar Mitmenschen bedroht und angegriffen werden. Sich für andere einzusetzen bedeutet, dass du Verantwortung übernimmst und sozial mutig handelst. Der Alltag bietet (leider) viele Möglichkeiten, um mutig zu sein, sich einzumischen und auch mal „Nein“ oder „Stopp“ zu sagen.

Du sitzt in der S-Bahn und zwei Reihen vor dir wird ein Mann von zwei jungen Männern beschimpft und rassistisch beleidigt. Es sind noch weitere Fahrgäste im Zugabteil. Wie könntest du reagieren? Weghören und wegschauen? Viele reagieren so in der Öffentlichkeit. Doch macht man sich damit nicht mitschuldig an der Diskriminierung und Beleidigung der Opfer? Es bleibt ein komisches Gefühl zurück, sich der Verantwortung entzogen und damit auch nicht gehandelt zu haben.

Ein möglicher Schritt wäre, laut zu rufen oder die aktuelle Situation anzusprechen und sich zu den Beschimpfungen und Beleidigungen zu äußern. Damit lenkst du die Täter ab, vielleicht werden auch so die Mitreisenden aufmerksam. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass du andere Reisende direkt ansprichst und sie zu einem gemeinsamen Eingreifen aufforderst. Viele, die solche Szenen mitbekommen warten ab, bis jemand die Initiative ergreift. Du kannst sie zum Beispiel auffordern, dem Bedrohten beizustehen und dadurch ein „Schutzschild“ um den Angegriffen bilden. Das signalisiert den Tätern, dass ihr Handeln nicht toleriert wird. Du kannst dich auch zu dem Opfer setzen oder dieses aus der unmittelbaren Situation herausführen, um die Situation zu entschärfen. Fange ein Gespräch mit dem Opfer an, stelle dich vor, frage wohin die Reise/Fahrt geht und biete vielleicht an bei der nächsten Station mit auszusteigen. Damit zeigst du Unterstützung und Solidarität.

WICHTIG: Rufe die Polizei in schwierigen Situationen, um dich und andere nicht in Gefahr zu bringen.

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière
  • Kennst du Situationen, in denen du dir Hilfe und Unterstützung von deinen Mitmenschen gewünscht hättest?
  • Wann hast du soziale Verantwortung übernommen und beherzt eingegriffen?

Tipps & Tricks

  • Hilf, doch bring dich niemals selbst in Gefahr.
  • Beobachte die Situation genau und handle gegebenenfalls aus der Distanz.
  • Rufe die Polizei unter 110. − Sag deinen vollständigen Namen. Was ist wo passiert? Von wo aus rufst du an? Nicht gleich auflegen, sondern Fragen abwarten.
  • Handle möglichst schnell, bevor sich die Situation zuspitzt.
  • Bitten andere um Mithilfe, hole Unterstützung − sprich Personen direkt an, z. B.  "Du mit dem Kapuzenpulli, steh auf und hilf mir!".
  • Kümmere dich um das Opfer.
  • Präge dir ein, wie der/die Täter*in/Täter*innen aussahen und sage als Zeuge aus. ­− Welche Kleidung wurde getragen? Wohin ist er/sind sie gegangen?
  • Drohe und beleidige nicht. Das kann zur Eskalation der Situation führen. Es geht darum, die Situation zu entspannen. Kein Körperkontakt!

Setz dich für deine Werte ein und höre auf dein Herz. Sei ein "ziviler Held" − je mehr es davon gibt, umso weniger Super-Heros braucht unsere Gesellschaft.

Frag an deiner Schule nach, ob deine Klasse an einem Zivilcourage-Training teilnehmen kann. Es gibt viele Anbieter, die dies kostenlos oder für eine geringe Gebühr an deiner Schule anbieten.

  • Mach lautstark auf dich aufmerksam, schreie im Notfall.
  • Sprich andere an und bitte um Hilfe.
  • Wenn du an dein Smartphone kommst, rufe die Polizei unter 110.

Ich unterstütze die GO-BALANCE-Kampagne, da unsere psychische Gesundheit als Grundlage für unser Tun und Handeln im Alltag enorm wichtig ist und wir euch dabei gerne unterstützend zur Seite stehen wollen.

Johannes Winkelmann GORILLA Botschafter

Die AKTION-TU-WAS bietet dir eine Beratungsstellensuche, Zivilcourage-Regeln und einiges mehr.

Weitere Anlaufstellen, wenn du Tipps, Infos oder direkt Hilfe brauchst:

Lichterkette e.V. und BEFORE sind genauso wie die Antonio Amadeu Stiftung und das Opfertelefon für dich da. Anonym und zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

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